European Network for Dialogue Facilitation e.V.
Dr. Heidemarie Wünsche Piétzka
Bürgerstraße 12
53173 Bonn/Germany


phone: +49 171 68 355 28

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DE

Einen geschützten Raum schaffen

Einen Raum schaffen, in dem wir uns sicher fühlen und
zusammenhalten, damit wir die Möglichkeit haben unsere tiefsten Wahrheiten offenzulegen und mit der Neugier eines lernenden Menschen die Wahrheiten anderer zu erkunden.

Eine lernende Haltung einnehmen

Diese Fähigkeit ermöglicht es uns, wieder neugierig zu sein
und unserer kulturelle, Konditionierung als Wissende aufzutreten,
abzulegen.
Der Zen-Meister Shunryu Suzuki formulierte es so:
„Im Geist des Anfängers gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige.”

Radikaler Respekt

Respekt heißt für uns, die andere Person in ihrem Wesen
als legitim anzuerkennen. Respekt ist aktiver als Toleranz:
Ich bemühe mich darum, die Welt aus der Perspektive
des/der Anderen zu betrachten.

Offenheit

Dies bedeutet die Bereitschaft mitzubringen, offen zu sein
für neue Ideen, andere Perspektiven, offen dafür, lang gehegte Annahmen in Frage zu stellen.

Sprich von Herzen

Ich spreche über das was mich wirklich bewegt und mir tatsächlich
wichtig ist. Ich rede nicht um rhetorisch zu brillieren und
zu theoritisieren.
Ich gehe bewusst und sparsam mit Worten um.

Tiefes Zuhören

Ich höre meinem Gegenüber ohne Vorbehalte zu,
mit einer einfühlsamen Offenheit, die den anderen Menschen
dazu einlädt, sich vertrauensvoll zu öffnen und seine eigene
Welt zu zeigen.

Verlangsamung

Im Dialog wollen wir unseren automatischen, reflexartigen, gedanklichen und emotionalenMustern auf die Spur kommen.
Ohne unseren Kommunikationsprozess zu verlangsamen,
eine solch verändernde Bewusstwerdung kaum möglich.

Annahmen und Bewertungen in der Schwebe halten

Unterschiede in unseren Überzeugungen, Annahmen und Interpretationen liefern den Nährboden für endlose Konflikte
und Missverständnisse.
Im Dialog üben wir, uns unserer Annahmen, Bewertungen und
Urteile bewusst zu werden und sie in der Schwebe zu halten, anstatt unmittelbar danach zu handeln.
So können wir sie beobachten und anerkennen.

Eine erkundende Haltung einnehmen

Ich gebe die Rolle als Wissende/r auf und entwickel echtes Interesse
an dem, was anders ist als ich es bereits kenne.
Damit ist eine Haltung von Neugier, Achtsamkeit und Bescheidenheit gemeint: „Ich weiß nicht, doch ich möchte gern darüber erfahren.”

Produktives Plädieren

Dies ist eine Enladung dazu, die Wurzeln meines Denkens und Fühlens auszusprechen. Ich benenne alsonicht nur das "Endprodukt",
sondern auch meine Beobachtungen, die mich dazu geführt haben.

Den Beobachter beobachten

Dies bedeutet, dass ich mich im Dialogprozess selbst beobachte und
mich darum bemühe, mir meiner eigenen Denk-, Gefühls- und
Reaktionsmuster bewusst zu werden.

Source: https://dialogue.simpilio.de/DE

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