Entstehung des ENDF
Entstehung des ENDF
DIALOGUE – Facilitating Creative Communication (DIA-FCC)
Das Projekt DIA-FCC hatte das Ziel, die Fähigkeit zu dialogischer Kommunikation und dialogischem Handeln anzuregen und zu fördern. Grundlage waren unter anderem die von David Bohm entwickelten Ansätze. Damit sollten Veränderungsprozesse angestoßen werden.
Dialog in diesem Sinne zielt darauf, durch gemeinsames Erkunden ein tieferes gemeinsames Verständnis entstehen zu lassen.
Dabei geht es darum, bei aller Verschiedenheit der Menschen eine gemeinsame Grundlage zu finden und diese Vielfalt wertzuschätzen.
Ein wesentliches Ziel des Projekts bestand darin, die Methodik des Dialogs sowie dialogische Haltungen und Kompetenzen weiterzuverbreiten.
Sie sollten dazu beitragen, eine neue Kultur der Kommunikation zu entwickeln, die gemeinsames kreatives Denken, neue Erkenntnisse und kreative Lösungen ermöglicht.
Dialog erfordert dafür grundlegende Fähigkeiten und Kompetenzen, die insbesondere in Gruppen entwickelt und eingeübt werden können.
Während der Projektlaufzeit wurden Teilnehmende mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aus acht Partnerländernausgebildet. Sie wollten ihre Tätigkeitsfelder erweitern, um Menschen und Teams dabei zu unterstützen, ihr Wissen und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln und notwendige Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten.
Das Projekt eröffnete den Teilnehmenden in einer multikulturellen Gruppe vielfältige Möglichkeiten des gemeinsamen und wechselseitigen Lernens. Dabei konnten sie Kompetenzen und Erfahrungen in der Dialogprozessbegleitung entwickeln.
Eine gendersensible Arbeit in Zweierteams – die sogenannte DUO-Arbeit – prägte sowohl die Ausbildung in der Dialogprozessbegleitung als auch die Lernangebote für die Teilnehmenden.
Die ausgebildeten Teilnehmenden gaben ihre erworbenen Erfahrungen und Fähigkeiten anschließend an Zielgruppen in ihren jeweiligen Ländern weiter. Während der Projektumsetzung vernetzte sich diese Lerngemeinschaft mit dem Ziel, einen europäischen Pool von Dialogprozessbegleiterinnen und -begleitern aufzubauen.
Zu den Ergebnissen der Projektarbeit gehörten eine interaktive Website, Bildungsmaterialien zur Begleitung von Dialogveranstaltungen, ein beispielhaftes Handbuch für Teilnehmende der Ausbildung sowie eine Abschlusskonferenz in Sofia.
Aus den zertifizierten Absolventinnen und Absolventen entstand schließlich das European Network for Dialogue Facilitation (ENDF).
Das Projekt wurde vom Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig koordiniert.
siehe auch:/Project_description_DIA-FCC_2009-2012




